Poolstundenplan

Aktueller Bericht aus dem Schulblatt: Fraktion_Musik_03-2015

Umsetzungshilfen

Erfahrungen

Auszug aus dem BKS Dokument – Merkpunkte Blockzeiten:

3. Gesetzliche Grundlagen

Es liegt in der Kompetenz der Gemeinden, Blockzeiten einzuführen. Die freiwillige Einführung beruht auf folgenden rechtlichen Grundlagen:

Schulgesetz (SAR 401.100)

§7 Unterrichtszeiten
Über die Einführung von Unterricht mit Blockzeiten und von Tagesschulen entscheiden die Schulträger. Der Besuch der Tagesschulen ist freiwillig.
1 In Abteilungen der 1. und 2. Klasse mit weniger als 16 Schülerinnen und Schülern kann Blockzeitenunterricht an nur einem statt an zwei Nachmittagen erfolgen. In Kindergartenabteilungen mit weniger als 16 Kindern kann Blockzeitenunterricht bloss an einem Nachmittag oder auch nur am Vormittag angeboten werden. 2 Die Definition wurde teilweise übernommen aus: Schweizerische Konferenz der kantonalen Erziehungsdirektoren (EDK), Umfassende Block- zeiten am Kindergarten und an der Primarschule, Bern 2005, S. 7.

Gemeindegesetz (SAR 171.100)

§20 2. Stellung, Aufgaben und Befugnisse
Die Gemeindeversammlung hat folgende Aufgaben und Befugnisse:
c) die Beschlussfassung über Verpflichtungskredite und neue, jährlich wiederkehrende Ausgaben

4. Beschluss der Gemeindeversammlung über wiederkehrende Zusatzkosten

Um umfassende Blockzeiten einführen zu können, braucht es einen Beschluss der Gemeindeversammlung oder des Einwohnerrats, wenn in den Gemeinden wiederkehrende Zusatzkosten entstehen, die über die kantonale Ressourcierung hinausgehen.

5. Poolstunden

Mit der Einführung von Blockzeiten, Integrierter Heilpädagogik und Englisch an der Primarschule ist es anspruchsvoller geworden, Sprachheilunterricht (Logopädie und Legasthenietherapie), Instrumentalunterricht oder Deutsch als Zweitsprache (DaZ) in die Stundenpläne der Schülerinnen und Schüler zu integrieren. Um die Integration dieser schulischen Angebote zu vereinfachen, gibt es die organisatorische Möglichkeit der so genannten Poolstunden. Die Schulleitung plant zusammen mit den Klassen- und Fachlehrpersonen zwei oder mehr Lektionen, in denen einzelne Schülerinnen und Schüler Instrumentalunterricht, Deutsch als Zweitsprache (DaZ) und, falls organisatorisch möglich und sinn- voll, auch Sprachheilunterricht besuchen können. Die Poolstunden sollen schülerzentriert gestaltet sein, das heisst Raum lassen für selbständiges Lernen der Schüler und Schülerinnen durch Lernformen wie Gruppenarbeit, Wochenplan, Projektarbeit, Werkstätte oder Freiarbeit.

Poolstunden stehen für Instrumentalunterricht, Deutsch als Zweitsprache (DaZ) und nach Möglichkeit auch für Sprachheilunterricht zur Verfügung. Die Schule klärt zusammen mit den Eltern sowie den Schülerinnen und Schülern, ob und in welchem Umfang der verpasste Unterrichtsstoff aufgearbeitet wird. Da sich das Gefäss der Poolstunden nur an einzelne Schülerinnen und Schüler richtet – und nicht an Halbklassen oder grössere Gruppen – können andere Angebote wie kirchlicher Religionsunterricht oder Unterricht der heimatlichen Sprache und Kultur (HSK) nicht während der Poolstunden oder des Halbklassenunterrichts stattfinden, weil sonst die Pflichtlektionenzahl gemäss Lehrplan nicht mehr erreicht wird.

https://www.schulen-aargau.ch/kanton/Unterricht-Schulbetrieb/schulbetrieb/blockzeiten

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